Zeit verkopft, Denken vergessen?

Hallo Ihr Lieben,
wahrscheinlich haltet ihr mich längst für abgetaucht und aus dem Wirbel des World Wide Web verschwunden. Dem ist nicht so. Das zweite Semester ist unheimlich schnell vergangen und ich habe nicht nur wenig geschrieben, sondern auch Texte gehortet. Trotzdem soll wieder einmal ein Text auf meinem Blog erscheinen. Tada! „Mein Dorf, eine Laudatio“
Alles Liebe,Fine

 

Mein Dorf – eine Laudatio
Einfahrt durch den Wald – Schwedter Landstraße -Massentierhaltung
direkt vor der Haustür
kein Platz für Wut – zwischen uns und ihnen
liegt ein Berg.

Unter dem Perlmutthimmel hinein
in die dreißiger-Zone,
der die Kinder entwachsen sind.
Am Stoppschild entscheidet sich alles.

In Gedanken an Flucht hinaus auf die Felder
beinahe Freiheit unter dem Netz aus Windradrauschen
Seelenfrieden hier und jetzt
in Blicken aus tiefen Kuhaugen.

Oder nach rechts – Ortskern.
Ein verlorener Findling neben dem hin- und hergerissenen Haus.
An diesem: die Gebrauchsspuren eines erkaltenden Konfliktes.
Dann ein Briefkasten: sein bananengelb
ein Stück Südsee den Altglascontainern gegenüber – Kleiderspende
an der Friedhofsmauer.

Feldsteinkirche
Uhrenpendelschritte neben der Orgelempore
Das „Halleluja, Freunde“ nur noch einmal im Quartal.

Hinauf auf den Turm.
Rundumblick – Panorama: Lange Straße, Pfarrhaus, Feld
und Raffinerie in der Ferne.
Ein Feldweg zum darin verlieren – ein totes Baumhaus und seine erdachten Bohnenranken.

Und drum herum der Wald, den mein Dorf sich um die Schultern legt,
dazu eine Halskette aus Umgehungsstraße und Eisenbahngleis.
Mein Haus eine Perle und dein Haus eine Perle
und wir alle der Knopf am Hals des hochgeschlossenen Kleides,
das unser Dorf noch immer trägt.

Mein Dorf, oh, mein Dorf – ich liebe dich.

Automatisches Schreiben

ein Schreibspieltext

Eicheln am Boden und grün, grün, grün. Fußballspieler auf dem Rasen, in Maulwurfshöhlen, Spielplatzgeräusche, Straßensummen noch nicht weit genug um Hintergrund. Dieser Park ist zu klein, er trägt mich nicht raus aus der Stadt, er saugt mich nicht auf, er verschluckt mich nicht. Es ist bewölkt, nicht wie vorhin, als ich noch im Bett lag und die Sonne anblinzelte, oder gestern, als ich voller Hingabe – so möchte ich es nennen – in den Keller, in ein Kaufhaus und später zu dieser Party und am Ende ins Bett gegangen bin und dann später wieder aufgestanden und Frühstück im Bett mit Film, so wie früher in Anfangszeiten vor Dispziplin und Organisation und der Schreibfluss versiegt, aber ich will keine Punkte setzen,sondern schaffen, schaffen, schaffen, denn alles wird vergehen und ich mit, aber so soll doch der Text nicht enden. Ich bin im Park.

The fifth Child

by Doris Lessing

Reading Challenge, Nr. 5: A book ou should have read in school

As a matter of fact I wasn’t only supposed to read this book in school /university, I did read it😉

This very short novel by Doris Lessing illustrates the story of David and Harriet, a young couple that is more than unusual for the 1960’s. They meet at an office party and know immediately that they are made for each other. Both of them are weirdows, strangely prude in the age of flower power and sexual liberation. They decide to marry as soon as possible. What is the point in waiting? These two know exactly what they want: a nice, big house and as many children as possible.
Ignoring the objections of their families, they set to work immediately.  Everything goes well until Harriet gets pregnant for the fifth time.
In the midst of her faily and friends she experiences a nightmare. Horrible cramps, sickness and wrenching movements inside her. Ben turns out to be a strange child.  Disfigured and troll-like, horribly strong and impossible to control he poses the worst threat Harriet and her family have yet had to face.
How will they ever put things right again?

Over the course of the novel, the tone of narrration turns steadily darker. Doris Lessing explores deep fears of parents-to-be… what will happen if your child is different from others? What will happen if nobody can help us?

„Kurz zuvor“ – ein Versuch

Im Säulenwald
über den Fliesenfährten sind sie gewachsen,
die Wendelwege und Stufensteige.
Und tief in den Löwenhöhlen träumen die Vögel in c-moll.
Sie träumen und träumen.

Unter dem Jahrhunderthimmel
in phosphoreszierendem Licht tropfen Takte in Tontümpel,
schlingen sich Klangknoten um Knöchel,
skandieren Sorgensänger unter Lauschlaternen.

Klangwechsel.
In Dissonanz lösen sich Partikel
aus Silbenseen aus sinkenden Systemen,
schwärmen schweigend, legen Leben,
legen sie offen als Spuren im Staub.

Buchauswahl

  1.  Ein Buch von 2016:
    „Der Krieg im Garten des Königs der Toten“ – Sascha Macht
  2. Ein Buch das du an einem Tag auslesen kannst:
    „Schachnovelle“ – Stefan Zweig
  3.  Ein Buch, das du schon seit längerem lesen wolltest:
    „Fanny und Alexander“- Ingmar Bergmann
  4. Eine Buchempfehlung:
    „Die Flüsse von London“ – Ben Aaronovitch
  5. A book you should have read in school:
    „The fifth child“ – Doris Lessing
  6. A book that was chosen for you:
    „The Lord of the Rings“ – J.R.R. Tolkien
  7. A book published before you were born:
    „Making History“ – Stephen Fry
  8.  A book that was banned:
    „The Canterbury Tales“ – Geoffrey Chaucer
  9.  Ein Buch, das du zuvor aufgegeben hast:
    „Kafka“ –  David Zane Mairowitz und Robert Crumb (Graphic Novel)
  10. Ein Buch, das du besitzt, aber nie gelesen hast:
    „Ich und die Anderen“ – Matt Ruff
  11. A book that intimidates you:
    „Vanity Fair“ – William Thackerey
  12.  A book you’ve already read at least once:
    „Harry Potter and the Philosopher’s stone“ (illustrated edition) – J. K. Rowling

Hallo alle zusammen!
Seit langem kommt hier die erste Wortmeldung von mir, in Form meiner Bücherauswahl für diese Lesechallenge:

Neue Texte und Buchrezensionen stehen schon inder Warteschleife… Mal sehen, ob ich mich jetzt wieder an meine Blogger-Vorsätze halte.  Vielleicht gehen sie aber auch im Ferientrubel unter😉

Kannnicht wohnt eben doch oft auch in der Willnichtstraße

Das lese ich zumindest bei Ben von der „Blogstudie“:

https://blogstudie2015.wordpress.com/2016/02/24/schmunzeln/

Viel Spaß beim Lesen, Schreiben und das Frühjahr genießen!
Eure Fine